Tag: Biobaumwolle


Snoffs mit neuem Design

April 6th, 2011 — 12:39pm

Endlich ist die neue Ware von Snoffs eingetroffen, diesmal mit niedlichen kleinen und großen Vögeln. Wir können nur immer wieder betonen, die Skandinavier haben es drauf! Viele weitere Artikel von Snoffs findet ihr übrigens im Shop.

3 comments » | Prima Babymode & Kindermode

die Unverzichtbaren

Januar 21st, 2011 — 12:43am

Babybodies. Was würden wir und unsere Kleinen nur ohne sie tun? Ich finde sie sind das Kleidungsstück, auf das Eltern am allerwenigsten verzichten können. Heute hatte ich, passend dazu, eine nette Unterhaltung mit der Mutter eines 3-jährigen Mädchens über Babykleidung, insbesondere Bodies, da diese ja den längsten und engsten (Haut-)Kontakt zu unseren Kindern haben. In einem Punkt dieses Gespräches waren wir uns leider überhaupt nicht einig: Sie vertrat die Meinung, dass man doch gar keine Biobaumwoll-Kleidung bräuchte – es würde doch auch völlig reichen Kleidung aus konventionell hergestellter Baumwolle zu kaufen und diese dann einfach mehrere Male vor dem ersten Gebrauch zu waschen. Dann wären ja schließlich auch keine Chemikalien mehr im Stoff und so ein richtiger, zertifizierter Marken-Biobaumwollbody ist ja viieeel teurer als ein normaler von H&M. Dieser Gedankengang folgt zwar einer nachvollziehbaren inneren Logik, hat aber auch eine riesengroße Schwäche: Er ist einfach falsch. Vordergründig mag es zwar stimmen, dass ein “konventioneller” Body wesentlich billiger im Laden zu haben ist als ein zertifizierter Biobaumwoll-Body, doch in Wahrheit zahlt einfach nur jemand anderes den Preis für dieses “Schnäppchen”. Nämlich unsere Umwelt (die durch die hierbei verwendeten und ausgewaschenen Pestizide, Herbizide & sonstige Chemikalien nachhaltig zerstört wird), die Bauern & Arbeiter in der dritten Welt (die durch katastrophale Arbeitsbedingungen krank werden und zudem von den internationalen Textilherstellern ausgebeutet werden) und unsere eigenen Kinder, die diese verseuchten Produkte dann tragen müssen. Wer es noch nicht wußte: Säuglingshaut ist nicht nur 5 mal dünner als Erwachsenenhaut und damit anfälliger für schädliche Reize aus der Umwelt, sie ist auch enorm durchlässig für alles Mögliche. Sie ist so durchlässig, dass man einfach eine Tablette ein bisschen auf ihr liegen lassen muss, damit Wirkstoff durch die Haut in den Blutkreislauf gelangt. Dasselbe passiert so auch schon mit den geringsten Mengen an Allergenen und anderen Schadstoffen (z.B. Chemikalienrückstände in Baumwolltextilien) mit denen die Baby- und Kinderhaut in Berührung kommt. Also ich für meinen Teil zahle für so ein unverzichtbares Kleidungsstück wie einen Body, der stundenlang auf der Haut meiner Tochter liegt, lieber mehr und habe dafür nicht nur Qualität, sondern auch die Gewissheit meine Rechnung selbst zu zahlen. Was meint ihr dazu?    

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neue Aktion im laa Berry Shop

November 24th, 2010 — 11:29pm

Zur Vorfreude auf die kommende Weihnachtszeit schenkt euch laa Berry eine schöne Rabattaktion. Bis zum 1. Advent bekommt ihr 15% Rabatt auf alle Artikel im Shop und ab 75 Euro Bestellwert liefern wir wie immer auch noch versandkostenfrei.

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Baumwoll- vs. Biobaumwollanbau

Januar 18th, 2010 — 9:07pm

Wie im letzten Baumwollartikel versprochen, werde ich euch nun einmal die Unterschiede zwischen konventionellem und biologischem Baumwollanbau darstellen.

Konventioneller Baumwollanbau
Seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich die globale Anbaufläche für Baumwolle kaum verändert, doch der Ertrag pro Hektar hat sich um das Dreifache gesteigert. Wie ist so etwas möglich? Durch großflächige Monokulturen von sog. „Hochertragssorten“, massive künstliche Bewässerung, hohem Einsatz von Kunstdüngern und Pestiziden.
Die Baumwollpflanze hat einen relativ hohen Wasserbedarf und benötigt zudem viel direkte Sonneneinstrahlung, um optimal zu gedeihen. Das Problem dabei für die Baumwollproduzenten ist, dass jeder Regen, der die sich öffnenden Baumwollfaserkapsel trifft, die Qualität der Baumwolle verschlechtert. Aus diesem Grund etablierte sich der Baumwollanbau größtenteils in subtropischen im Sommer trockenen Gebieten und muss dort, aufgrund des logischerweise fehlenden Regens, stark künstlich bewässert werden. Die Folgen dieser Standortwahl und künstlichen Bewässerung sind für die Anbaugebiete fatal: Ein massives Absinken des Grundwasserspiegels führt zu Trinkwassermangel und zu einem enormen Absinken des Wasserpegels in umliegenden Gewässern. Das wohl prominenteste Opfer des Baumwollanbaus ist der Aralsee in Kasachstan/Usbekistan. Er verlor seit den 1960er Jahren 90% seines Wasservolumens und „Versalzte“ (Habt ihr gewusst, dass der konventionelle Anbau der Baumwolle für eine einzige Jeans bis zu 8000 Liter Wasser verbraucht?). Auch der Anbau in Monokulturen hat schlimme Folgen für die Umwelt:

Durch die intensive Nutzung des Bodens laugt dieser schnell aus, was man versucht durch den massiven Einsatz von Kunstdüngern zu kompensieren, doch dies führt letztendlich doch dazu das der Boden unwiederbringlich zerstört wird und das Grundwasser durch Chemikalien verseucht ist, die für die Schädlingsbekämpfung in den hochsensiblen Monokulturen eingesetzt wurden. Hinzu kommen die Entlaubungsmittel (Agent Orange) die eingesetzt werden um die maschinelle Ernte zu erleichtern. Es entsteht ein Mangel an Trinkwasser und die durch den Wind aufgewirbelten Insektizide, Dünge- und Entlaubungsmittel verursachen bei der Bevölkerung schlimme Krankheiten, Missbildungen bei Kindern und eine hohe Sterblichkeitsrate bei Säuglingen.
Menschlich, ökologisch und finanziell (die Bauern sind meistens überschuldet vom Kauf der ganzen Dünger und Pestizide) ist diese Art des Baumwollanbaus nicht nur ein Desaster sondern auch eine Sackgasse – nur aus Sicht der Arbeiter, der restlichen Bevölkerung und der Umwelt in den Anbaugebieten – natürlich nicht aus der Sicht derer, die damit wirklich Geld verdienen. Ich finde es schlimm, dass solche Zustände in einer angeblich „fortschrittlichen“ westlichen Zivilisation nur ein Randthema sind und die Konsumenten des Rohstoffes Baumwolle, eigentlich gar nicht darüber aufgeklärt werden. Zum Glück gibt es immer mehr Menschen die Umdenken und nach besseren Alternativen suchen. Eine ist der biologische Baumwollanbau, den ich euch jetzt vorstellen möchte.

Biologischer Baumwollanbau
Eine biologische und nachhaltige Anbauweise achtet immer darauf  das natürliche Gleichgewicht des Anbaugebietes nicht zu zerstören, indem sie den Boden auf natürliche Weise fruchtbar erhält, ein großes Artenreichtum in Flora & Fauna zulässt und auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet. Die vielen verschiedenen Pflanzenarten die zwischen den Baumwollpflanzen wachsen, bieten einer Vielzahl an insektenfressenden Tierarten Schutz und Lebensraum, was wiederum das Schädlingsaufkommen limitiert. Ein fruchtbarer und gesunder Boden hilft der Pflanze widerstandsfähiger gegenüber Dürren und Schädlingsbefall zu  bleiben und ein besseres Wurzelwerk auszubilden (= bessere Nährstoffversorgung).
Um eine kbA-Zertifizierung (kontrolliert biol. Anbau) zu bekommen, muss ein Boden deshalb mindestens 3 Jahre nach den Regeln des biol. Landbaus bewirtschaftet worden sein, um zu garantieren, dass sich ein ökologisches Gleichgewicht einstellen konnte. Das Verbot, gentechnisch manipulierte Lebewesen einzusetzen ist obligatorisch.
Die „biologisch“ angebaute Baumwolle wird, im Gegensatz zur konventionell angebauten nicht in einer Monokultur angebaut, d.h. sie wird im Wechsel mit Pflanzen wie Mais, Reis, Erdnüssen oder Hirse angebaut, wodurch einerseits die Vermehrung von Baumwollschädlingen unterbrochen und andererseits der Boden geschont wird. Dieser Prozess wird von natürlichen Düngern wie Kuhmist oder organischen Abfällen unterstützt.
Da die Baumwollkapseln, aus denen die Baumwollfasern gewonnen werden unterschiedlich schnell reifen, wird mehrfach von Hand gepflückt. Auf diese Weise werden immer nur die reifen Kapseln geerntet, was wiederum Baumwolle bester Qualität garantiert. Zum Vergleich: Beim konventionellen Anbau wird nur einmal maschinell geerntet, unreife und reife Kapseln dadurch vermischt und gemeinsam verarbeitet, worunter die Qualität merklich leidet.
Da bei „kbA“ auf jeglichen Einsatz von Chemikalien verzichtet wird, hat dies auch keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Feldarbeiter und der umliegenden Bevölkerung. Auch finanziell gesehen ist kbA wesentlich besser für die Regionen, in denen angebaut wird als die konventionelle Methode: es fallen für den Bauern keine Kosten für Pestizide, Entlaubungsmittel und andere Chemikalien an, die Baumwolle ist, aufgrund der hohen Qualität, wesentlich mehr wert und die Abnehmer der Bio-Baumwolle zahlen in der Regel wegen des Mehraufwandes eine zusätzliche Prämie von 20-40% des Einkaufspreises an die Bauern aus. Glücklicherweise erkennen immer mehr Menschen die vielen Vorteile des kontrolliert biol. Anbaus für uns und unsere Umwelt. Hoffen wir, das sich dieser Trend fortsetzt.

Im nächsten Artikel werde ich euch darüber berichten, auf welchen unterschiedlichen Wegen die Baumwolle vom Feld kommt, weiter verarbeitet wird und schließlich als Shirt oder Jeans im Handel landet.

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